Frequently Asked Questions – Häufig gestellte Fragen und Meinungen

In diesem Bereich möchten wir uns kurz mit den häufigsten an uns gerichteten Fragen oder Meinungen auseinandersetzen. Die Antworten sollen keinesfalls den persönlichen Diskurs ersetzen, sondern lediglich dem unvoreingenommenen Besucher eine Vorstellung vermitteln, in welchem Spannungsfeld der Meinungen sich das heutige Verbindungsleben befindet. Ein weiterergehendes Gespräch dazu kann jederzeit und sehr gerne bei uns auf dem Haus, aber auch anderswors zu allen Themen und Fragen stattfinden.

Ihr seid doch bestimmt alle rechts!

Dies ist völlig falsch, wir als Corps Albertina sind keineswegs „rechter politischer Gesinnung“ und wir distanzieren uns ausdrücklich davon!

Das kann man aber übrigens leider nicht von allen Hamburger Studentenverbindungen sagen, unter denen es durchaus ein paar graue oder sogar schwarze Schafe gibt. Für uns ist es trotzdem mitunter ein bisschen mühsam und nervig, dass wir immer wieder mit denen in einen Topf geworfen werden. Denn wie gesagt, rechts sind wir wirklich nicht. Wir schreiben uns keine politische Gesinnung auf die Fahne, sondern die Toleranz! Wenn man uns kennenlernt, merkt man das auch!

Ihr seid frauenfeindlich, oder etwa nicht?

Ein bestürzender Vorwurf, denn nichts könnte falscher sein! Ein jeder Albertiner würde ohne Bedenken unterschreiben, ein großer Verehrer der Weiblichkeit zu sein. Wir nehmen lediglich keine Frauen auf – wie es übrigens auch kein Männerfussballverein tut. Dieser muss sich dafür nur nicht immer rechtfertigen. Wir sind aber eben gerne unter uns – genau wie klischeehaft jedes Damenkränzchen beim rituellen Anschauen von Fernsehserien. Die verehrten Freundinnen und Ehefrauen unserer Mitglieder sind selbstständige, intelligente und liebenswerte Partner an unseren Seiten, die mit uns allen ebenfalls freundschaftliche, vertrauensvolle Beziehungen pflegen und sich regelmäßig über diverse Einladungen zu festlichen Anlässen auf unserem Corpshaus erfreuen. Hüben wie drüben finden wir daran eigentlich nichts Schlechtes. Was uns heutzutage ein wenig zum Nachteil gereichen mag, ist unser Bestreben einen höflichen und charmanten Umgang mit dem anderen Geschlecht zu pflegen – aus Spaß am Spiel bei gegenseitigem Respekt.

Ihr seid homophob!

Toleranz ist unser oberstes Gebot, und wir können mit Bestimmtheit verkünden, Corpsbrüder unterschiedlicher sexueller Orientierung zu haben. Wir reiben uns das allerdings nicht permanent gegenseitig unter die Nase. Wer also meint, tagtäglich den Christopher-Street-Day oder Alice-Schwarzer-Tag zelebrieren zu müssen, sollte sich anderweitig umsehen.

Ihr seid stockkonservativ!

Geht so – wahlweise auch: "Nöh, Du?!" Wenn damit gemeint ist, dass sich die große Mehrheit unserer Mitglieder mit den bürgerlichen Idealen identifiziert, in ihrem Leben mindestens ein Haus gebaut, einen Baum gepflanzt und einen Sohn gezeugt zu haben, dann stimmen wir der These zu, dass wir gern ein bisschen konservativ sind.

Ihr lauft alle uniformiert mit Babour-Jacke und Timberlands rum!

Diesem Vorwurf lässt sich ein Körnchen Wahrheit nicht absprechen. Das britische Königshaus hat es vorgemacht und erweist sich als Trendsetter für unzerstörbare und praktische Kleidung (insbesondere die Hasentasche des Modells Beaufort ist nahezu legendär, kann sie doch ungeahnte Mengen nützlicher Gegenstände aufnehmen). Außerdem ist das Wetter in Hamburg zuweilen ähnlich – sagen wir: robust – wie auf der angelsächsischen Insel und hartgesottenes Modeequipment somit unerlässlich. Trotzdem möchten wir hier einwenden, dass die Dichte von Barbour-Bobs und Timbi-Toms im Verbindungswesen vermutlich ebenso hoch ist wie in jedem anderen Pseudo-Klüngel-Kreis. Man nehme hier nur als Beispiel ein durchschnittliches BWL- oder Jura-Seminar. Woran das liegt, wissen wir nicht genau. Aber der Umstand als solcher gibt immer wieder Anlass zu angeregten Diskussionen. Wir Albertiner nehmen für uns aber in Anspruch, in erster Linie den Menschen an sich und dann erst unmittelbar seinen Modegeschmack zu sehen.

Und ihr fechtet also?

Ja, wir sind eine schlagende Verbindung, und nein, wir fechten nicht. Jedenfalls tun wir das nicht wie im landläufig bekannten olympischen Degenfechten. Wir pflegen die Tradition der studentischen Mensur, und das ist etwas grundlegend anderes als das olympische Fechten. Es ist – viel zu simpel gesprochen – ein Prüfstein für Charakterstärke und Einsatzwillen. Das Training dafür, Pauken genannt, ist ein tagtägliches Treffen der Aktiven. Wir pauken nicht, um besonders gut zu sein und den anderen „abzustechen“, wie es bei anderen uns eher unsympathischen Verbindungen gerne heißt, sondern ganz im Gegenteil, um unserer Sache (selbst-)sicher zu sein.

Im Grunde genommen ist die Mensur eine der ältesten Extremsportarten überhaupt – um hier mal eine steile These in den Raum zu stellen. Die Parameter dafür sind klar gewählt, die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Verletzung wird systematisch durch Training, Untersuchung und Schutzkleidung ausgeschlossen, es gibt klare Abläufe, strenge Regeln, Kontrollen und Sanktionsmechanismen. Am Ende aber bleibt es eine Sache des persönlichen Charakters: Bei kaum einer anderen Prüfung zeigt sich, ob jemand das Herz am rechten Fleck hat!

Ihr sauft doch nur, oder?

Kein Aktiver, der dies nicht freudestrahlend für sich in Anspruch nähme – natürlich nur aus jugendlichem Übermut! Tatsächlich wird in unserer Hamburger Aktivität nicht mehr Bier getrunken als in einem normalen Studentenleben auch. Und tatsächlich besteht die Aktivität aus bedeutend mehr, als nur Alkohol zu trinken. Das wird einem im ersten Semester relativ schnell bewusst.

Gibt es bei Euch einen Trinkzwang?

So ein Quatsch! Es gibt bei Albertina keinen Trinkzwang, den gab es noch nie und den wird es auch nie geben. Wie überall bei jungen Leuten gibt es ein paar Trinkspielchen, deren Teilnahme – wie in allen sozialen Gruppen – völlig freiwilliger Natur ist. Was es definitiv gibt, ist der jugendliche Leichtsinn und Übermut Einzelner, die sich durch den unsachgemäßen Umgang mit Alkohol übermäßig hervortun wollen. Kann man machen – muss man aber nicht. Ein paar lustige Sprüche am gelben Mikrofon tun übrigens die gleiche, wenn nicht noch bessere Wirkung!

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